Über den Dächern der Welt – Trekking in Chachapoyas

Peru

In Peru regierten einst die Wolkenmenschen, die Chachapoyas, deren Kultur noch heute architektonische Spuren im ganzen Land hinterlassen hat und deren kulturelle Zeugnisse sich in einer der schönsten Regionen der Erde befinden.

Auf den grünen Bergspitzen Perus können abenteuerlustige Urlauber und Trekker noch heute in der Schönheit der Natur baden und gleichzeitig durch die ferne Vergangenheit wandeln – auf den Spuren der Wolkenmenschen.

 

Versteckte Schönheit

 

Eine Trekkingtour durch das Land der Chachapoyas kann zum Beispiel in Cajamarca beginnen, hier mischt sich die einheimische Kultur der Inka mit ihren typischen Bauwerken mit der kolonialen Architektur der spanischen Eroberer. Auch historisch ist Cajamarca ein bedeutsamer Schauplatz der südamerikanischen Geschichte, hier schufen die kolonialen Europäer eine Stadt nach ihrem Vorbild, Kirchen und Herrenhäuser stehen heute noch in der indigenen Architektur des Landes.

Vor allem aber die Natur in Peru ist ein Beweis dafür, dass die Erde immer noch nicht gänzlich gezähmt ist und es versteckte Schönheiten dort gibt, wo man nach ihnen sucht. Mitten im Land der Wolkenmenschen befinden sich die erst 2002 entdeckten Gocta Wasserfälle, die drittgrößten Wasserfälle der Erde. Die Sturzbäche führen 700 Meter hinab in die Tiefe, in ein Tal, in dem es Orchideenarten gibt, die sonst nirgendwo auf der Erde vorkommen. Das Tal, in dem die Wasserfälle münden, ist von vielen Legenden umrankt und die Nachfahren der Chachapoyas glauben bis heute, dass eine schöne Nixe in der Lagune der Fälle lebt – die einheimische Bevölkerung meidet die Fälle aus Furcht vor der Sirene.

Auch die artenreiche Fauna Perus zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite: Pumas, Jaguare und Brillenbären gehören zu den Tierarten, die hier noch in freier Wildbahn leben, während farbenfrohe Aras den Himmel beherrschen.

Peru, Brücke

 

Im Land von Zuckerrohr und Kaffee

 

Die Hochebenen der Wolkenmenschen eignen sich noch heute für die Agrarwirtschaft, vor allem Zuckerrohr und Kaffeebohnen werden in den Gebirgen angebaut und prägen über weite Teile des Landes das Angesicht Perus.

Peru, Anden

Das Land der Chachapoyas ist dagegen noch über weite Teile unberührt und inmitten des Regenwaldes finden sich noch heute Bauwerke aus massiven Steinblöcken, an denen die Jahrtausende spurlos vorüber gezogen sind. Vor allem die Festungsstadt Kuélap ist eine der großen Sehenswürdigkeiten des Gebietes und überblickt aus 3.300 Metern Höhe die grünen Berge Perus. Die Burg der Feste liegt direkt auf einem Berg und ist umgeben von einer Mauer aus massivem Stein. Noch heute ist die Kultur der Chachapoyas nicht geklärt und die mit Fresken verzierte Stadt Kuélap ist ebenso rätselhaft wie die Geschichte der Wolkenmenschen. So ist immer noch unklar, ob die Festung nur als Rückzug oder als feste Siedlung diente und auch die Chachapoyas sind nach wie vor ein anthropoligisches Rätsel. Über die Kultur der hoch gewachsenen, hellhäutigen, blinden Chachapoyas ist nur wenig überliefert und so ist jeder Schritt auf den Spuren der Wolkenmenschen ein Schritt ins Abenteuer.

Und wenn das Abenteuer ruft, sollte man ihm nicht den Rücken zukehren.

Bild: Arvind Balaraman, Jeff Ratcliff, Rosemary Ratcliff FreeDigitalPhotos.net

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