Wandern auf den Spuren der Könige

Mustang, Nepal

Wer an Nepal denkt, der wird vermutlich an die Bergspitzen des Himalaya denken. Kein Wunder, liegen doch neben dem Mount Everest noch acht weitere Achttausender in dem Königreich Nepal – Dass Nepal allerdings mehr als nur Gebirge zu bieten hat, beweist ein Ausflug in das Mustang-Tal, das ideal ist für ein Trekking-Abenteuer der ganz besonderen Art.

 

Trekking durch Mustang

Dass das Mustang-Tal noch ein vergleichsweise unentdecktes Gebiet in Nepal ist und vor allem für Freunde der einsamen Naturerkundung ideal ist, liegt vornehmlich daran, dass die nepalesische Regierung das Gebiet erst vor rund zwanzig Jahren für den Tourismus freigegeben hat. Auch weil das Tal auf drei Seiten von Tibet umringt wird, war der Tourismus hier über lange Zeit nicht erwünscht. Entsprechend gibt es bei einer Wanderung durch das Tal nicht nur die natürliche Schönheit Mustangs zu bestaunen, sondern auch lamaistisch-tibetische Tempel befinden sich überall am Wegesrand. Das gesamte Tal erinnert wegen seiner kulturellen Prägung eher an Tibet als an den Rest Nepals.
Seitdem erfreuen sich Wanderer und Abenteurer gleichermaßen an dem beeindruckenden Hochtal im Königreich Mustang.
Im Norden wird das Hochtal vom Mustang Himal begrenzt, im Süden vom Damodar Himal. Beide Berge schaffen eine fantastische Szenerie und an klaren Tagen lässt sich weit durch die felsigen Landschaften blicken. Wer einen genauen Blick auf die Felswände wirft, wird auch die Höhleneingänge entdecken, die an den Rändern des Mustang-Tals belegen, wie lange das Hochtal in Nepal schon besiedelt ist. Immer wieder finden sich die ehemaligen Bewohner in versteinerter Form an den Rändern des Tales. Ammoniten und Belemnitene (urzeitliche Kopffüßler) sind über die Jahrmillionen in dem Tal zu schwarzen Steinkugeln geworden, die den Bewohnern des Mustang-Tales schon immer als heilig galten.

Nepal, Boote

Die Hauptstadt zwischen den Bergen

4.600 Meter über dem Meeresspiegel, auf dem höchsten Punkt des Tals direkt an der tibetischen Grenze des Mustang-Tals liegt die Hauptstadt Lo Manthang.
Auch wenn Jomosom der Verwaltungssitz des Tales ist (und über einen Flughafen verfügt), so ist das traditionsreiche Lo Manthang der eigentliche Hauptort. Die ummauerte Stadt ist inzwischen so weit ausgebaut, dass sich auch vor den klassischen Wällen Lo Manthangs Siedlungen angeordnet haben. Wer das Stadttor dennoch passiert, steht direkt vor dem Palast des Königs, auch das dreigeschossige Kloster liegt inmitten der Stadt und ist dem Buddha der Zukunft geweiht.
Wen die Reiselust nach Mustang gepackt hat, der sollte neben passender Ausrüstung auch über eine entsprechende Kondition verfügen. Denn schon der Flug in das Hochtal beginnt auf einer Höhe von 2.700 Metern. Eine Wanderung durch das Tal verlangt das Besteigen einiger Viertausender, all dies bedarf eines guten konditionellen Niveaus und einiger Tage, um sich in der Höhenluft zu akklimatisieren. Schließlich möchte man beim Trekking die Schönheit der Natur genießen da gehört es auch dazu, zwischen den Dächern der Welt einen tiefen Atemzug zu nehmen.

Bild oben: © Pavel Svoboda – Fotolia.com

Bild unten: m_bartosch FreeDigitalPhotos.net

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